Die Heraus­forderungen der Immobilien­wirtschaft

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Levin Gyger
11. Oktober 2021

Teil 1: Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit ist schon längere Zeit branchenübergreifend eines der zentralsten und wichtigsten Themen weltweit. Neu ist allerdings die Dynamik, welche das Thema Nachhaltigkeit in den letzten Jahren, begünstigt durch die Energiestrategie 2050 und die immer wichtiger werdenden ESG-Faktoren (Environment, Social und Governance), erfahren hat. Transparenz und Überprüfbare Nachhaltigkeit werden von Kunden, Partner und Investoren gleichermassen gefordert. Darauf nicht einzugehen, stellt ein geschäftliches Risiko dar.

 

Eine Immobilie hat im Schnitt einen Lebenszyklus von rund 25-30 Jahren. Danach fallen grössere Sanierungen wie beispielsweise eine neue Heizung oder Fenster an. Folglich haben Entscheidungen betreffend Neubauten oder Sanierungen langfristig grosse Auswirkungen. Ein Riesenanteil der Gesamtemissionen entsteht in der Immobilienwirtschaft, entsprechend hoch sind die Anforderungen zur Reduktion. Der immense Druck seitens des Kapitalmarkts und den zunehmenden Regulierungen und Abgaben, fordern die Branche und zwingt die beteiligten Akteure diesen Problemen Paroli zu bieten.

 

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Während der COVID-19-Pandemie hat sich gezeigt, dass Unternehmen, die über ein hohes Mass an strategischer Resilienz verfügen, einen Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern haben. Diese Widerstandsfähigkeit bleibt auch in der Immobilienwirtschaft weiterhin im Vordergrund, zumal die Herausforderungen, die sich aus dem Klimawandel ergeben, zu neuen Krisen führen können.

 

In einer kurzfristigen Betrachtung ergeben sich aber oftmals Zielkonflikte zwischen den nachhaltigen und den ökonomischen Aspekten. Hierbei sollte eine optimal ausgewogene Lösung angestrebt werden, die beide Blickwinkel berücksichtigt. Eine geplante, ressourcenschonende Strategie zahlt sich langfristig gesehen (meistens) auch ökonomisch aus. Gebäude, die heute schon hohen Nachhaltigkeitsanforderungen genügen, können auch in Zukunft besser verkauft werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die energetischen Anforderungen tendenziell verschärfen werden. Unternehmen, die sich bereits heute mit den möglichen Auswirkungen und den passenden Lösungen auseinandersetzen, werden morgen klar im Vorteil sein.

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